BDI fordert neue Investitionsimpulse für Gebäudesanierung
© fotolia, smuki
Neue Pressemittelung

BDI fordert neue Investitionsimpulse für Gebäudesanierung

Dazu sagt Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer: "Die Politik muss endlich die Weichen für die längst überfällige Sanierungswelle in Deutschland stellen. Es ist unverständlich, weshalb die Bundesregierung den Gebäudebereich im Osterpaket sträflich vernachlässigt. Für das Erreichen der Klimaziele und für eine stabile Energieversorgungssicherheit spielen Gebäude eine zentrale Rolle. Gebäude machen rund 30 Prozent der deutschen CO2-Emissionen und 30 Prozent des Verbrauchs russischer Gasimporte aus. Angesichts der dringend geforderten Unabhängigkeit von russischer Energie wäre es fahrlässig, die energetische Gebäudesanierung weiter zu verschleppen.“

„Nach dem zweimaligen Förderstopp für Neubauten in diesem Jahr muss die Bundesregierung den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zügig Klarheit und Planungssicherheit über die staatlichen Förderangebote und Investitionsimpulse geben. Förderprogramme sollten mindestens zehn Jahre laufen. Gebäudebesitzer brauchen Zeit, ihre Häuser schrittweise auf klimaneutralen Stand zu sanieren. Auch die Wirtschaft muss die benötigten Produktions- und Handwerkerkapazitäten aufbauen können.“

„Für umfassendere und schnellere energetische Gebäudesanierungen braucht es gezielte Anreize. Mit einer Sprinter-Prämie sollte die Politik die Umsetzung von Sanierungsfahrplänen auf klimaneutralen Stand bis 2030 unterstützen. Für zügigere Sanierungen sollten die Fördersätze ab 2030 um jeweils einen Prozentpunkt jährlich sinken.“

Die Vorschläge des BDI für ergänzende zielgerichtete Investitionsimpulse finden Sie nachfolgend.

20220427_bdi_position_mehr-klimaschutz-bei-gebaeuden-ueberzeugend-umsetzen